Das Gerät in fünf Minuten einstellen
Fangen Sie immer mit dem Stuhl an und richten Sie dann alles andere um sich herum ein
Bildschirmarbeitsplatz – die wichtigsten Eckpunkte, im Überblick
Diese Liste kann bei jedem Wechsel des Arbeitsplatzes oder der Anlage abgehakt werden.
Die beste Einstellung ist, sich zu bewegen
Selbst wenn man perfekt sitzt, ist der Körper nicht dafür geschaffen, stundenlang regungslos zu verharren. Im Jahr 2015 veröffentlichte eine Gruppe internationaler Experten im „British Journal of Sports Medicine“ konkrete Empfehlungen für Büroangestellte:
Das französische Nationale Institut für Forschung und Sicherheit (INRS) empfiehlt in diesem Sinne, aktive Pausen einzulegen, idealerweise alle 30 Minuten.
Ein paar einfach umzusetzende Ideen:
Bei einem Steh-Sitz-Schreibtisch geht es nicht darum, den ganzen Tag zu stehen, sondernabzuwechseln.
Die Augen schützen
Sollten trotz dieser Einstellungen weiterhin Augenmüdigkeit, Kopfschmerzen oder verschwommenes Sehen auftreten, ist eine Augenuntersuchung bei einem Augenarzt oder Optiker ratsam. Eine für die Bildschirmarbeit geeignete Brille kann manchmal einen großen Unterschied machen.
Homeoffice und Laptop: Fallstricke, die es zu vermeiden gilt
Der Laptop ist praktisch, zwingt einen jedoch dazu, sich zwischen zwei ungünstigen Körperhaltungen zu entscheiden: Entweder ist der Bildschirm zu tief und der Nacken beugt sich nach vorne, oder die Tastatur ist zu hoch und die Schultern verspannen sich.
Zu Hause eignen sich der Küchentisch und das Sofa selten als gute Arbeitsplätze. Ein verstellbarer Stuhl, ein externer Bildschirm und eine separate Tastatur sind oft die sinnvollsten Anschaffungen.
Was das Gesetz vorsieht und wann man Hilfe in Anspruch nehmen sollte
In der Schweiz ist der Arbeitgeber verpflichtet, die Gesundheit seiner Mitarbeitenden zu schützen (Art. 6 ArG) und die Arbeitsplätze nach den Grundsätzen der Ergonomie einzurichten (Art. 2, 23 und 24 ArGV 3). Die Anpassung eines Arbeitsplatzes ist daher eine gemeinsame Verantwortung: Das Unternehmen stellt anpassbare Möbel und Arbeitsmittel zur Verfügung, und jeder stellt diese nach seinen individuellen Bedürfnissen ein.
Für Mitarbeiter: Sollten die Schmerzen trotz dieser Anpassungen mehrere Tage anhalten oder sollten Sie ein Kribbeln oder Taubheitsgefühle in den Händen verspüren, sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber und melden Sie dies Ihrem Arbeitgeber. Frühzeitiges Handeln verhindert, dass sich die Beschwerden festsetzen.
Für Arbeitgeber: Eine Arbeitsplatzanalyse durch einen Ergonomen oder einen Fachmann für Arbeitsmedizin ermöglicht es, genau zu ermitteln, wo die Probleme liegen, und unnötige Anschaffungen zu vermeiden.
Für weitere Informationen bietet die Suva eine sehr umfassende Broschüre an: „Arbeiten am Bildschirm. Tipps für komfortables Arbeiten am Computer“ (Referenz 84021.F).
Quellen
• Buckley J. P., Hedge A., Yates T. et al. (2015). Der sitzende Büroalltag: Eine Expertenstellungnahme zu den zunehmenden Argumenten für einen Wandel hin zu mehr Gesundheit und Produktivität. British Journal of Sports Medicine, 49(21), 1357.
• INRS. Bildschirmarbeit: Risikoprävention, Stand: 11. Juni 2025.
• Kanton Wallis. Empfehlung: Ergonomie am Arbeitsplatz.
• EPFL. Ergonomische Empfehlungen für Ihren Arbeitsplatz, mit Verweis auf die Suva-Broschüre 84021.F.